Microsoft koordiniert künftig Treiber-, .NET- und Firmware-Updates mit dem monatlichen Qualitätsupdate und drückt erzwungene Neustarts auf einen pro Monat. Die Funktion läuft derzeit im Insider-Kanal, der reguläre Start erfolgt mit Windows 11 26H2 im Herbst. 

Mit dem Experimental-Build 26300.8687 für Windows 11 26H2 hat Microsoft ein vereinheitlichtes Update-Erlebnis gestartet, das Treiber, .NET-Pakete und Firmware an das monatliche Qualitätsupdate koppelt. Statt mehrerer über den Monat verstreuter Update-Pakete soll künftig ein einziger Neustart genügen. Angekündigt hatte Microsoft diesen Umbau bereits im April, nun läuft er erstmals testweise auf Insider-Rechnern. 

Wie häufig ein Rechner neu gestartet werden muss, hängt vom gewählten Kanal ab: Insider im Experimental- und Beta-Ring sehen weiterhin wöchentliche Updates, reguläre Nutzer dagegen nur noch einen Neustart pro Monat. 

Weitere Neuerungen im selben Build:

  • Explorer: Mittelklick auf einen Ordner öffnet diesen künftig direkt als neuen Tab.
  • Windows-Suche: Toleriert künftig Tippfehler (z. B. "ord" statt "Word") und liefert trotzdem passende Treffer; auch die Trefferreihenfolge in den Einstellungen wurde überarbeitet.
  • Release-Preview-Builds (24H2/25H2): Spracherkennung auf Copilot-Plus-PCs wird um Deutsch, Französisch und Spanisch erweitert; zudem kommt eine Point-in-Time-Wiederherstellung für System, Apps und lokale Dateien.
  • Task-Manager (26H1-Zweig): Neue Auslastungsanzeige für NPUs.

Einschränkend weist der Artikel darauf hin, dass der breite Rollout erst mit Windows 11 26H2 im Herbst vorgesehen ist und Microsoft die Funktion derzeit als kontrollierte Testverteilung beschreibt, die sich noch ändern kann.


Quelle: BornCity